Antwort

Im Allgemeinen sieht eine Behandlung bzw. Sanierung einer MRSA-Trägerschaft so aus:

  • Fünf Tage lang muss die Nasensalbe (Bactroban/Mupirocin) drei Mal täglich in die behaarte Nase geschmiert werden: Salbe aufbringen und die Nase zudrücken.
  • Ggf. muss Fünf Tage lang muss mit einer antiseptischen Grugellösung gegurgelt werden. Beachten Sie die Mindesgurgelzeit.
    Ggf. muss Fünf Tage lang die Haut und das Haar einmal täglich mit antiseptischen Seifen gewaschen werden. Beachten Sie hier hautverträglichkeit, Angeben des Herstellers und die Einwirkzeit. Hierbei hat sich bewährt, unter der Dusche nach dem Einschäumen die Zähne zu putzen. Nach Ende des Zähneputzen können iS eden Schaum abspülen.
  • Bei starker Behaarung kann es in der Tat sinnvoll sein nach erfolgloser Sanierung, die Behaarung der Nase zu kürzen.

Achtung! Das ist die gängige Sanierungsbehandlung! Jede Behandlung kann jedoch anders sein und wird durch den behandlenden Arzt, ggf. in Rücksprache mit dem Arzt-Mikrobiologen/Hygieniker festgelegt. Dies ist, unter anderem abhängig davon, wo sich MRSA auf dem Körper befindet. Diese Mittel können nur für die Behandlung einer MRSA-Trägerschaft (Kolonisation) benutzt werden! Wenn von einer Infektion die Rede ist, müssen Antibiotika eingesetzt werden und eine Behandlung mit den genannten Mitteln reicht hier nicht aus.


 

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Anmerkungen

Welche Mittel genau eingesetzt werden ist abhängig davon, wo sich die MRSA-Bakterie auf dem Körper befindet. Es wird sowieso immer Nasensalbe und ggf. antiseptische Gurgellösung und Seife verwendet.

Diese Mittel können nur für die Behandlung einer MRSA-Trägerschaft (Kolonisation) benutzt werden! Wenn von einer Infektion die Rede ist, müssen Antibiotika eingesetzt werden und eine Behandlung mit den genannten Mitteln reicht hier nicht aus.

Behandlung einer MRSA-Trägerschaft hat nur Sinn, wenn der Träger

  1. keine Wunden oder Geschwüre hat
  2. keine zentralen und/oder peripheren Zugänge hat (z.B. Katheter)
  3. keine Ernährungsinfusionen bekommt
  4. keinen Blasenkatheter hat
  5. keine aktive Schuppenflechte und/oder Ekzeme hat
  6. kein Antibiotikum verwendet

Falls einer dieser sanierungshemmenden Faktoren anwesend sein sollte, hat eine Behandlung keinen Sinn. In diesem Fall muss der Mikrobiologe/Hygieniker befragt werden, um zu bestimmen, welche Sanierung durchgeführt weden soll.


Quellen


Zum Beispiel

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