Antwort

Ja. Mit einer positiven MRSA-Anamnese werden Sie zunächst isoliert gepflegt, bis die Screeninguntersuchung die aktuelle MRSA-Trägerschaft ausschließt. Es macht Sinn Patienten bei elektiven Eingriffen aus diesem Grund 1 bis 2 Wochen vor stationärer Aufnahme zu screenen (vorstationäres Screening). So kann noch vor stationärer Aufnahme eine Sanierung über die Ambulanz, ggf. über den auch später nachbehandelnden Hausarzt durchgeführt werden.


Anmerkungen

Für die Niederlande gilt:

Wenn alle Abstrichbefunde dreimal, mit jeweils einer Unterbrechung von sieben Tagen, negativ sind, dürfen Sie als Patient definitiv als negativ betrachtet werden und die Isolationsmaßnahmen können aufgehoben werden. Das kommt in der Praxis jedoch sehr selten vor, da Sie dafür minimal drei Wochen in einem Krankenhaus liegen müssen. Außerdem dürfen keine Risikofaktoren, wie Wunden, Abszesse, Drainagen, Katheter und Verwendung von Antibiotika anwesend sein.

Für Deutschland gilt:

Wenn an drei aufeinander folgenden Tagen drei Abstrichserien aus Hauptbesiedlungsreservoiren (Nasenvorhof, Rachen), ggf Wunden und zuvor positiven Stellen negativ sind, dann gelten Sie als negativ. Im EUREGIO-Gebiet gelten sie als vorläufig negativ. Erst wenn Sie bei zwei weiteren Kontrollabstrichen (nach 3-6 Monaten) und (6-12) Monaten ebenfalls negativ sind, gelten Sie als endgültig MRSA-negativ für diesen MRSA. Dies ist aufgrund der hohen Wiederbesiedlungsrate so vorgesehen.


Quellen


Zum Beispiel

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