Antwort

162272Die wichtigste Pflegemaßnahmen bei MRSA-positiven Bewohnern in der Heimpflege sind:

  • Sie muss durch ein kleines, festes und erfahrenes Team ausgeführt werden
  • Bei direktem Pflege- oder Untersuchungskontakt mit einem Bewohner (wie beim Aus/Anziehen, Duschen, Anziehen der Stützstrümpfe und bei der Wundversorgung) und auch beim Abziehen und Beziehen des Bettes, muss Schutzkleidung, (z.B. eine chirurgische Mund-und-Nasen-Maske, Einmalhandschuhe und ein Bewohnergebundener Kittel mit langen Ärmeln getragen werden.
  • Handschuhe und die Maske werden nach dem Ausziehen in den Abfall gegeben.
  • Schürzen werden alle 24 Stunden saubergemacht, oder schon früher falls sie sichtlich verschmutzt sind.
  • Es müssen kulturelle Nachweise vom Bewohner abgenommen werden.
  • Der Arzt-Mikrobiologe bestimmt welche Kulturen das sind und wann sie genommen werden müssen
  • Mitarbeiter mit einer Hauterkrankung, wie einem Ekzem oder Psoriasis, dürfen nicht in den Kontakt mit dem Bewohner, der MRSA hat, kommen. Personen mit derartigen Hauterkrankungen bekommen schneller eine Kolonisation mit MRSA und sind schwieriger zu behandeln.

Anmerkungen

Das Tragen einer Maske ist von großer Wichtigkeit, da vor allem die Nase ein Platz ist, an dem viele MRSA kolonisieren. Wenn die Nase des Pflegers während der Versorgung des Klienten mit MRSA nicht geschützt wird, kann diese einfacher infiziert werden.

Beim Abziehen und Beziehen des Bettes kommen auch Hautschuppen mit Staphylococcus aureus in die Luft.

Ein langärmliger Kittel muss getragen werden, da bei Handlungen, wie das Heben des Bewohner, ein sehr intensiver Hautkontakt mit den Unterarmen entstehen kann.

Quellen

.