Antwort

Ein Ausbruch von MRSA liegt dann vor, wenn es sich um die Ausbreitung und Häufung desselben MRSA handelt. Die Entscheidung, ob es sich um denselben MRSA handelt, kann erleichtert werden, durch die Anfertigung eines genetischen Fingerabdrucks des MRSA, z.B. durch die sogenannte spa-Typisierung. Eine Häufung liegt dann vor, wenn bei verschiedenen Patienten zeitgleich unterschiedliche MRSA auf einer Station nachgewiesen werden.

Anmerkungen

Eine Häufung von MRSA kann bereits dann vorliegen, wenn bei verschiedenen Patienten zeitgleich unterschiedliche MRSA (spa Typen) auf einer Station nachgewiesen werden. Da es sich aber um unterschiedliche MRSA handelt ist eine Übertragung von Patient zu Patient auf der Station unwahrscheinlich. Daher spricht man nicht von einem Ausbruch, sondern von einer Häufung.

Häufungen sind in Krankenhäusern in Deutschland nicht selten, dadurch dass jeden Tag Patienten mit MRSA in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Ein Ausbruch von MRSA liegt dann vor, wenn es sich um die Ausbreitung und Häufung desselben MRSA (gleicher spa-Typ) handelt. Im letzten Fall liegt ein krankenhaushygienisches Problem vor. Die Häufung von nosokomialen Infektionen durch MRSA in einer Institution in engem, zeitlichem epidemiologischen Zusammenhang (z.B. 2 Fälle auf einer Station) ist nach §6 Abs. 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) nichtnamentlich an das zuständige Gesundheitsamt meldepflichtig.

Quellen

  • Helpdesk Euregio MRSA-net Twente/Münsterland (Tel. 0251-8352317)

Zum Beispiel

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