Antwort

  1. Neben dem Nasenabstrich ist vor allem die Untersuchung des Trachealsekrets von Bedeutung, da eine tracheale Besiedlung das Risiko einer MRSA Pneumonie (Lungenentzündung) erhöht.
  2. Beim Screening auf Intensivstation sollte, mehr noch als auf peripheren Stationen, über den Einsatz von MRSA Schnelltests nachgedacht werden.
  3. Verschiedene Studien belegen, dass auf Intensivstationen ein generelles Aufnahmescreening aller Patienten (nicht nur Risikopatienten gemäß Screeningempfehlung) sinnvoll und kosteneffektiv sein kann, da hierdurch schwere MRSA Infektionen vermieden werden können. Auf peripheren Stationen kann sich das Aufnahmescreening meist auf die Patienten beschränken, die besondere Risikofaktoren besitzen.

Anmerkungen

  1. Das Screening auf einer Intensivstation unterscheidet sich vom Screening auf peripheren Stationen dahingehend, dass neben dem Nasenabstrich zusätzlich die Untersuchung des Trachealsekrets von Bedeutung ist.
  2. Da viele Patienten auf der Intensivstation künstlich beatmet werden und da eine künstliche Beatmung die Übertragbarkeit von MRSA erleichtern kann, ist zu diskutieren, ob eine prophylaktische (präventive) Isolierung von Patienten mit unbekanntem MRSA Status sinnvoll erscheint. In jedem Fall ist hier der Einsatz von Schnelltests zur MRSA Identifikation anzuraten.
  3. Da zum einen MRSA bei Intensivpatienten sehr häufig vorkommt und die Übertragungsgefahr aufgrund der invasiven und aerosolisierenden Maßnahmen (Absaugen) sowie der häufigen Handkontakte auf Intensivstation am höchsten ist, und zum anderen Intensivpatienten stark gefährdet sind an einer MRSA Infektion zu erkranken, wird häufig ein prophylaktisches, generelles Screening aller Intensivpatienten empfohlen.

Quellen

Zum Beispiel

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