Antwort

10809491Als Hauptreservoir für MRSA gilt der Nasenvorhof (Dauerreservoir). Daher sollte der Besiedlungsstatus durch einen Nasenabstrich untersucht werden. Da evtl. aber weitere Lokalisationen mit MRSA besiedelt sein können, ist es sinnvoll, Abstriche von anderen Stellen zu nehmen. Hierdurch kann auch die Sensitivität der Untersuchung erhöht werden. Weitere häufig durch MRSA besiedelte Areale sind z.B. der Rachen, die Haut der Achselhöhlen und der Leiste. Falls bei einem Patienten Wunden vorliegen sollten auch diese abgestrichen werden. Sind in der Anamnese weitere MRSA Lokalisationen bekannt, müssen auch diese untersucht werden.

Anmerkungen

Nachdem ein Patient als MRSA Träger identifiziert wurde (z.B. nur im Rachen), sollte ein so genannter Kolonisationsstatus erhoben werden. Dieser Kolonisationsstatus umfasst alle MRSA Prädilektionsstellen am Körper. Nach Sanierung werden im Krankenhaus optimalerweise alle diese Stellen noch einmal untersucht, zumindest aber Nase, Rachen und alle vorher MRSA positiven Nachweis stellen.

Quellen

Zum Beispiel

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