Antwort

Das kommt darauf an, welche Erkrankung die Person hat. Bei großflächigen Wunden, starker Immunsuppression ist von einem Besuch abzuraten, in den meisten anderen Fällen ist ein Besuch möglich. Normale Kontakte (Umarmen, Händeschütteln) sind selbstständig möglich. Aus Vorsorgegründen ist eine Händedesinfektion sinnvoll.

Anmerkungen

Hat die erkrankte Person die Sie besuchen möchten einen der folgenden oder andere Risikofaktoren, sollten Sie ggf. mit einem Arzt Rücksprache halten, ob ein Besuch Gefahren in sich birgt.

  • Eine positive MRSA-Anamnese, d.h. einmal MRSA-Träger gewesen zu sein, auch wenn eine erfolgreiche Sanierung durchgeführt worden ist.
  • Kontakt zu einem MRSA-Träger
  • Krankenhausaufenthalt (mehr als 24 h) innerhalb der letzten 6 Monate in einem deutschen Krankenhaus (Ausnahme: Krankenhaus ist bekanntermaßen MRSA-frei)
  • Aufenthalt in einem Alten-/Senioren-/Pflegeheim (mehr als 24 h) innerhalb der letzten 6 Monate (Ausnahme: Einrichtungen sind bekanntermaßen MRSA-frei)
  • Antibiotische Therapie innerhalb der letzten 6 Monate
  • Chronische Pflegebedürftigkeit
  • Katheter (DK, SPDK, PEG etc.)
  • Dialysepflichtigkeit
  • Offene chronische Wunden, tiefe Weichteilinfektionen oder Ulcera (offenes Bein)

Weiter sollen Sie zu Hause die folgende Maßnahmen treffen wenn Sie selbst MRSA-Träger sind:

  • Befolgen Sie eine gute persönliche Hygiene.
  • Erwähnen Sie gegenüber jedem Pfleger/Schwester oder Arzt bzw. vor und beim nächsten Krankenhausaufenthalt, dass Sie MRSA-Träger waren. So können Maßnahmen getroffen und eine Sanierungstherapie begonnen werden.

Quellen

  • Helpdesk Euregio MRSA-net Twente/Münsterland (Tel. 0251-8352317)