Antwort

Die Maßnahmen, die bei einer MRSA-Besiedlung von Personal zu ergreifen sind, sind mit im Einzelfall mit dem Arbeitgeber, dem zuständigen Krankenhaushygieniker und dem Betriebsarzt abzustimmen.

Folgendes Vorgehen kann empfohlen werden:

Sie dürfen keine patientennahen Tätigkeiten ausführen bis Sie einen negativen Kontrollabstrich haben, also alle Tätigkeiten, bei denen eine Übertragung von MRSA auf Patienten direkt möglich ist. Selbstverständlich zählt hierzu auch das Anrichten von Medikamenten, die direkt zum Patienten gelangen. Alternative Tätigkeitsbereiche sind beispielsweise Bürotätigleiten (Pflegeplanung), Tätigkeiten im Archiv, in der Bibliothek, Administration usw. Die Hygienefachschwester/-pfleger oder der zuständige Krankenhaushygieniker bzw. der zuständige Vorgesetzte kann Ihnen hierzu weitere Empfehlungen geben.

Anmerkungen

  • Sie dürfen keine patientennahen Tätigkeiten ausführen bis Sie einen negativen Kontrollabstrich haben
  • Eine Standardsanierung kann wie folgt durchgeführt werden:
    • Fünf Tage, 3x täglich Mupirocinsalbe in den Nasenvorhof einreiben
    • Körperhygiene (Wechsel von Kopfkissen, Zahnbürsten, Kämme etc.) über die Zeit der Sanierung
  • Frühestens 3 Tage nach Beendigung der Sanierung sollen sie Kontrollabstriche abnehmen lassen. Abstriche von Nase, Rachen, ggf. Wunde und vorher positiven Lokalisationen.
  • Sind diese Abstrich alle negativ, dann können Sie wieder ihrer normalen Arbeit nachgehen.
  • Weitere Kontrollen sind nach 10 Tagen, einem Monat, drei Monaten und sechs Monaten nach Therapieende zu veranlassen.

Quellen

Zum Beispiel

keins