Antwort

Eine einheitliche Empfehlung zu dieser Frage wurde bislang nicht veröffentlicht. Verstirbt ein MRSA besiedelter Patient in einem Krankenhaus ist folgendes sinnvoll:

Anmerkungen

  1. Angehörige, die von dem Patienten Abschied nehmen möchten, können dies im Patientenzimmer tun. Da der verstorbene Patient den MRSA Keim nicht mehr aktiv über Schmierkontakte streuen kann und bei Rachenbesiedlung keine Tröpfcheninfektion mehr möglich ist, ist eine MRSA Übertragung nach dem Tod des Patienten unwahrscheinlicher als zuvor. Deshalb und aus Pietätsgründen ist fraglich, ob trauernden Angehörigen weiter das Tragen von Schutzkleidung (Kittel, Handschuhe, Mundschutz) empfohlen werden sollte, sofern dies nicht gewünscht wird. Vielmehr könnten Angehörige, nachdem alle Handkontaktflächen im Zimmer des Verstorbenen nochmals durch das Pflegepersonal desinfiziert wurden, zu dem Patienten gelassen werden. Bei Verlassen des Zimmers sollten die Angehörigen eine hygienische Händedesinfektion durchführen.
  2. Aufgrund der auch nach dem Tod zunächst weiter bestehenden Besiedlung der Haut sollte bei Transporten des Leichnams genauso verfahren werden, wie bei anderen Transporten von MRSA Patienten innerhalb der Einrichtung, insbesondere dann, wenn bei Umlagerungen enger Kontakt zu dem verstorbenben Patienten entsteht.
  3. Bestattungsunternehmer sollten sich ebenfalls, da eine Besiedlung der Haut des Verstorbenen zunächst weiter bestehen kann, schützen. Hier sind bei allen, die direkten Kontakt zu dem Verstorbenen haben, das Tragen von Handschuhen während und die Durchführung einer hygiensichen Händedesinfektion nach Ende des direkten Kontakts angezeigt; ggf. können Schutzkittel wie beim Transport MRSA-positiver Patienten getragen werden.
  4. Für die Bestattung eines MRSA positiven Patienten sind keine besonderen Maßnahmen zu ergreifen.

Quellen

  • Helpdesk Euregio MRSA-net Twente/Münsterland (Tel. 0251-8352317)

Zum Beispiel

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