Antwort

Nein, die Sanierung ist identisch.

Anmerkungen

Das Procedere beim Auftreten von MRSA-Besiedlungen bei Personal ist im jeweiligen Krankenhaus intern zu diskutieren. Beispielhaft kann folgendes Vorgehen empfohlen werden: MRSA-Träger unter dem Personal sind aus der direkten und indirekten Patientenbetreuung bis zur nachgewiesenen Sanierung abzuziehen. Eine Sanierung (siehe unten) ist dringend zu empfehlen. Ohne Sanierung sollten vom betroffenen Personal keine patientennahen Tätigkeiten ausgeführt werden. Zur Erfolgskontrolle der Sanierung sind frühestens 3 Tage nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen je nach MRSA-Nachweis-Lokalisation entsprechende Kontrollabstriche vorzunehmen. Wird in diesen Kontrollabstrichen kein MRSA mehr nachgewiesen, ist die Aufnahme der Tätigkeit in der direkten Patientenbetreuung wieder möglich. Weitere Kontrollen sind nach 10 Tagen, einem Monat, drei Monaten und sechs Monaten nach Therapieende zu veranlassen.

Sanierung des Personals beinhaltet die folgenden Maßnahmen:

  • Zur Sanierung einer nasalen MRSA-Besiedlung ist die Applikation von Mupirocin-Nasensalbe (3x täglich über 5 Tage in beide Nasenvorhöfe) zu empfehlen. Eine nasale Sanierung reduziert in der Regel auch die Kolonisation an anderen Körperstellen.
  • Alternativ, insbesondere bei einer Mupirocinresistenz, können Präparate mit antiseptischen Wirkstoffen oder andere lokal applizierbare Antibiotika mit nachgewiesener Wirksamkeit (z. B. Bacitracin) eingesetzt werden.
  • Zur Sanierung einer Besiedlung der Haut mit MRSA sind bei intakter Haut antiseptisch wirkende Lösungen mit nachgewiesener Wirksamkeit zur Ganzkörperwaschung unter Einschluss der Haare zu empfehlen.

Quellen

  • Helpdesk Euregio MRSA-net Twente/Münsterland (Tel. 0251-8352317)

Zum Beispiel

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